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MSDS - Nr. 1 Helden Ganz Privat

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Beitrag von Kapuuze So Jul 26, 2020 9:56 pm

0. Die Vorstellungsrunde

Das gut gewappnete Kamerateam von "Meine Story, deine Story" stand bereits in mehreren Universen bereit zum Dreh. Nur noch die Stative musste teilweise etwas stärker angezogen, hier und da letzte Vorgehensweisen noch einmal durchgegangen, die Kandidaten etwas schöner hergerichtet und vom Azubi Eis in den Getränkekübel nachgeleert werden. Sie hatten keine Kosten gespart, um die schönsten Drehorte zu finden, die Helden dieser Folge ins beste Licht zu rücken und über mehrere Drehtage verteilt dem Multiverse ganz neue Sichtweisen und Alltagsfreuden zu präsentieren. Immerhin würde die Show dann immer zur Prime-Time laufen!

Trigon war unglaublich nervös und wusste eigentlich gar nicht, weswegen er sich das antat. Doch, eigentlich sehr gut. Seine Cousine hatte ihn da ungefragt angemeldet und dann, als auf einmal diese Leute aufgetaucht waren und sich den ganzen Hof, seine Familie und auch die Arbeitsstelle angesehen hatten, da hatte er auch nicht mehr nein sagen können. Das wäre schliesslich sehr unhöflich gewesen und die Kinder zumindest waren schon richtig gespannt auf die Sache und freuten sich, dass ihr Vater bald von so vielen Leuten bestaunt werden konnte. Jetzt gerade hatten sie ihn vor eins der Felder gepflanzt, die Obstbäume im Hintergrund und noch weiter dahinter die Berge. Trigon atmete noch einmal tief durch und versuchte sich an die wichtigsten Fakten zu erinnern. Ankidria hatte extra mit ihm noch geübt am Abend! Die Fernsehcrew begab sich in Position und einer von ihnen gab ihm das Zeichen, dass er nun starten konnte.
"Mein Name ist Trigon Slander u-und ich stehe hier vor einem der schönsten Obstfelder Lichtrains. Meine Familie lässt diese Felder schon seit G-Generationen … bewirtschaften, hier im gemütlichen Hügelland im Schatten der Saren", begann Trigon und versuchte zu lächeln, auch wenn es ihm schwer fiel, dabei nicht sehr angestrengt zu wirken. So viele schauten ihn gerade an und später würden es noch viel mehr sein. Er hatte das Gefühl, irgendwas mit seinen Händen machen zu müssen oder wenigstens gemütlicher, selbstsicherer dazustehen, aber er war völlig festgefroren. "Der Hof und seine zugehörenden Landstücke wurden mir v-von meinem … Vater übertragen. Ich bin sein einziger Sohn, a-aber natürlich nicht der einzige am Hof."
Einige Cuts später mit schönen Landschaftsfotos und einer Nahaufnahme von einer Hummel in den Wildblumen sass Trigon auf einer Bank vor dem Küchenfenster seines Hofs mit den zwei jüngeren Töchtern auf dem Schoss. "Die direkte V-Verwaltung des Hofs unterliegt meiner wundervollen Frau Ankidria und meinem Schwager Ver. Mit meiner Ankidria habe ich vier Kinder. Hier sind Daughn und Ailée", erzählte Trigon, während die Kinder bei der Erwähnung ihrer Namen in die Kamera winkten und das Bild sonst ab und zu unterbrochen wurde, um kleine Ausschnitte aus dem Haushaltsalltag mit den anderen erwähnten Personen zu zeigen, "die beiden Jüngeren. Ihre älteren Geschwister Rian und Jan sind Zwillinge und bereits sehr abenteuerlustig. Meine Familie hier in Lichtrain ist mir das W-Wichtigste auf der Welt. Arbeiten tue ich jedoch im Gegensatz zu ihnen nicht hier, sondern in der Hauptstadt Liskia, d-die … einen halben Tagesritt von hier entfernt ist."
Nachdem man Trigon freundlich mit seiner Rappenstute umgehen und ein Stück gemütlich reiten sah, wurden Aufnahmen von der Hauptstadt mit ihren weissen Mauern und engen Gassen und natürlich auch dem grossen Uhrturm und der Burg gezeigt. Zuletzt durften die Zuschauer sogar einen Blick auf Trigon in seiner vollen Rüstung erhaschen, in die er vom Kamerateam gedrängt wurde. Einmal kurz das lange Schwert eindrücklich geschwungen, dann poetisch auf der Burgmauer platziert mit Blick über die Klippen ins nächste Tal. Dafür aber hatte er dann den Helm ausziehen müssen.
"Ich bin mit fünfzehn in die Stadt gekommen und habe meine Ausbildung a-als Soldat begonnen", erklärte Trigon und war froh, musste er in diesem Shot nicht direkt in die Kamera blicken. "Seit zehn Jahren nun diene ich der Schwarzen Königin und dem Land als Ritter. A-Anders aber als meine Kolleginnen und Kollegen … bin ich ebenfalls der Magie mächtig und deswegen z-zusätzlich als Magier für die Stadt verfügbar."
In einem letzten Shot sass Trigon dann in einem Stuhl in der Bibliothek der Burg, noch immer in voller Rüstung minus Helm, einige Bücher auf dem Tisch daneben.
"Mein Studium der Magie hat sechs zusätzliche Jahre gedauert. Ich habe in diesen Jahren viel Zeit hier in Liskias Bibliothek verbracht. Die wenigsten kennen und l-lieben den Ort wohl so sehr wie ich." Natürlich musste er dem Team auch noch zumindest einen kleinen Zauber präsentieren und formte darum mit einer kurzen Formel ein harmloses, grünlich schimmerndes Lichtlein über seiner Hand. Leider musste er dann für sein Abschlusswort auch wieder direkt in die Kamera blicken und erst recht möglichst überzeugend lächeln. Er war ein Held. Er wurde hier als Held und Vorbild dargestellt. Er musste sich also zusammenreissen und stark aussehen!
"Ich bin ein Held, weil ich mich vollkommen meiner Arbeit v-verschrieben habe und ein treuer Diener des Landes bin. Ich helfe den Bewohnern Darkeens und bin bei jeder Gefahr und Not bereit! A-Aber ich besitze auch eine private Seite zuhause bei meiner Familie und f-freue mich darauf … die anderen Teilnehmenden alles davon zeigen und sie d-damit überzeugen zu können."
Trigon war völlig fertig, als er die Rüstung wieder ausziehen und eine Pause machen konnte. Am liebsten hätte er sich für den Rest des Tages in eben jene Bibliothek verzogen und ausgeruht, vielleicht auch einen langen Ausritt gemacht und dabei die Aufregung über die kommenden Tage verdrängt. Aber es ging schon bald weiter, denn am Nachmittag würde er die anderen armen Seelen kennenlernen, mit denen er diese Tage verbringen musste.

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